Folge 14

#Reiselust #Sehnsuchtsort #ZuDirKommen

Reisen verändert. Jede Reise hat das Potential den eigenen Horizont zu erweitern. In irgendeiner Art und Weise verändert eine Reise die eigene Sichtweise. Manchmal lernt man auch erst in der Ferne, in der Fremde das Eigene zu schätzen. Manchmal lassen sich die Erfahrungen auch nicht konkret festmachen, weil sie nur ganz kleine Veränderungen bewirken. Und dennoch bedeutet Reisen, sich zu entwickeln, zu wachsen und Neues zu lernen.
„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“ – J.W. von Goethe.
Bildung – das ist nicht nur Schulbildung, Wissensvermittlung. Nicht nur Zahlen, Fakten und Rechtschreibung. Bildung ist mehr, ist durchlebte Erfahrung. Fremde Länder und Kulturen laden dazu ein, zu lernen, wie man sich anderen Menschen gegenüber respektvoll verhält, oder zu merken, dass vorgekaute Vorurteile nur selten stimmen.
“Fremd ist der Fremde, nur in der Fremde”, sagt Karl Valentin der große Humorist. Sich diesem Wagnis auszusetzen, andere Gesellschaften oder Sprachen oder auch über sich selbst noch bisher Fremdes zu erleben, kann die Stufe für den nächsten Entwicklungsschritt sein.
Sich den Erfahrungen einer Reise, auch der Reise in seine eigene Lebensgeschichte, seinem eigenen Woher und Wohin auszusetzen lässt soviel von der Welt verstehen und am Ende von sich selbst.

Diese Offenheit, die Gelassenheit und Genügsamkeit, die sich bei Reisen einstellt, wenn ich nicht die Erwartung habe, dass alles so sein soll wie Zuhause, wie das was ich eh schon kenne, ist auch etwas, was die biblischen Autoren beschrieben. Daran machten Sie Gotteserfahrungen fest oder eine Berufung des Menschen, die für alle gilt. Wie Abraham aus seiner Heimat fortgehen musste, um zu erkennen, dass alles wichtige der Mensch bei sich hat. Dass er überall, auf Gott vertrauend Heimat finden kann. Oder auch das Bild von pilgernden Volk Gottes: ein Symbol für den Gaststatus des Menschen auf dieser Erde. Mit der Verheißung unterwegs, einst in “das Haus des Vaters” zurückzukehren.